Jubiläumskurse zu den Themen Krisenkommunikation und Trauerbegleitung
Zum 25-jährigen Jubiläum bietet Carelink allen Kundinnen und Kunden dieses Jahr kostenlose Kurse rund um die Themen Krisen, Carearbeit und Kommunikation an. Im Oktober fand der Input zum Thema Krisenkommunikation statt. Die letzten beiden Kurse werden im November und Dezember durchgeführt. Anmeldungen für Kundinnen und Kunden sind noch möglich.
Krisenkommunikation: Zwischen Fehlern und Chancen
Bei belastenden Ereignissen spielt die Kommunikation eine entscheidende Rolle – umso mehr in Zeiten von Social Media, in denen sich Informationen und Gerüchte in Echtzeit verbreiten. Am 16. September und 15. Oktober erläuterte Pascal Krauthammer, Leiter Krisenkommunikation bei Carelink, anhand anschaulicher Praxisbeispiele die wichtigsten Erfolgsfaktoren und Stolpersteine.
In der Krisenkommunikation kann man vieles falsch machen, aber auch vieles richtig. «Wer voreilig handelt oder zu forsch auftritt, riskiert Verunsicherung und Vertrauensverlust», sagt Pascal Krauthammer. «Doch auch Schweigen ist keine Lösung: Fehlende Informationen fördern Spekulationen und untergraben die Glaubwürdigkeit.»
Deshalb gilt: transparent, verständlich und gezielt kommunizieren. Dabei ist ein empathischer Umgang mit Betroffenen besonders wichtig. In Krisensituationen erwarten Menschen nicht nur Fakten, sondern auch Verständnis und Mitgefühl.
Erfolgreiche Krisenkommunikation ist dabei mehr als eine Reaktion auf akute Ereignisse. Sie umfasst den gesamten Kreislauf aus Vorsorge, Bewältigung und Nachsorge. Gute Vorbereitung ermöglicht schnelles Handeln, gezielte Kommunikation hilft während der Krise, und die Nachbereitung liefert wertvolle Erkenntnisse für die Zukunft.
Fazit: Krisen lassen sich nicht immer verhindern. Mit guter Vorbereitung, transparenter Kommunikation und einem klaren Fokus auf die Betroffenen lassen sich ihre Auswirkungen jedoch deutlich begrenzen und Vertrauen nachhaltig sichern.
Tod und Trauer im Unternehmen professionell begleiten
Am 15. Juni ging es um die Frage, wie Unternehmen, Führungskräfte und Teams Trauernde wirksam unterstützen können. Trauer betrifft Menschen auf unterschiedliche Art: Sie kann sich emotional, körperlich, gedanklich und auch im Verhalten zeigen, beispielsweise durch Konzentrationsprobleme, Schlafstörungen, Rückzug, Wut oder körperliche Beschwerden. Trauer verläuft dabei weder linear noch nach festem Zeitplan. In Bezug darauf wurde das duale Prozessmodell vorgestellt: Betroffene pendeln zwischen der Auseinandersetzung mit dem Verlust und der Rückkehr in den Alltag. Dieses Wechselspiel unterstützt eine gesunde Verarbeitung.
Für Unternehmen bedeutet dies, dass Trauer weder ignoriert noch „beschleunigt“ werden sollte. Hilfreich sind hingegen Präsenz, Zuhören und die offene Anerkennung des Verlustes. «Führungskräfte übernehmen eine wichtige Doppelrolle: Sie sind sowohl selbst betroffen als auch Orientierungspersonen für ihr Team», sagt Notfallpsychologin Petra Strickner, die den Kurs leitete. «Authentizität, klare Kommunikation und das Wissen um die eigenen Grenzen sind zentral, um das Ereignis individuell und als Team bewältigen zu können.»
Wichtig ist, dass Unternehmen das Thema Tod und Trauer enttabuisieren, Anteilnahme zeigen und individuelle Bedürfnisse ernst nehmen. Mitarbeitende sollen mit dem Verlust leben lernen und schrittweise wieder Stabilität gewinnen. Bei Bedarf kann professionelle Unterstützung wertvolle Entlastung bieten.
Fazit: Ein respektvoller, menschlicher und professioneller Umgang mit Trauer stärkt nicht nur betroffene Mitarbeitende, sondern auch den Zusammenhalt und die Fürsorgekultur innerhalb eines Unternehmens.
Der Kurs wird am 5. November 2026 von 17.15 bis 18.15 Uhr ein zweites Mal angeboten. Melden Sie sich jetzt kostenlos an: Drei kostenlose Online-Kurse – Formular ausfüllen
Am 10. Dezember von 17.15 bis 18.15 findet zudem zum zweiten Mal der Kurs zum Thema «Mental gesund bleiben statt».
Melden Sie sich jetzt kostenlos an: Drei kostenlose Online-Kurse – Formular ausfüllen